Sylt ist geologisch zweigeteilt. Den Kern bildet der Geestrücken um Morsum und Keitum mit eiszeitlichen Ablagerungen. Dort trifft man auf Sande, Kiese und stellenweise Geschiebemergel. Der Rest der Insel besteht aus jungen Dünen- und Strandsanden über marinen Ablagerungen.
Für die Gründung heißt das meist: Sand, und zwar locker gelagert. Die Tragfähigkeit ist selten das Problem, die Lagerungsdichte schon. Hier ist die Rammsondierung das Verfahren der Wahl.
Die zweite Frage ist das Wasser. Unter der Insel liegt eine Süßwasserlinse, die auf dem schwereren Salzwasser aufschwimmt. Sie ist die Trinkwasserversorgung der Insel und entsprechend geschützt. Eingriffe in den Untergrund, Bohrungen und Versickerungsanlagen müssen darauf Rücksicht nehmen: Wer eine Trennschicht durchstößt, muss sie wiederherstellen.
Dazu kommen Küstenschutz und Erosion: Am Kliff und in Strandnähe gelten eigene Randbedingungen, die in die Bewertung gehören.

